Heizöl: Jetzt einen kühlen Kopf bewahren

Preisanstieg Öl Irakkrieg

Liebe Wohnungseigentümerinnen und Wohnungseigentümer,

die Nachrichten überschlagen sich gerade: Der Krieg im Iran hat die Energiemärkte innerhalb weniger Tage massiv erschüttert. Der Heizölpreis ist in nur einer Woche um über 40 Cent pro Liter gestiegen – von knapp unter 1,00 Euro auf rund 1,20 Euro je Liter (100-Liter-Preise entsprechend von unter 100 Euro auf über 120 Euro). Das ist ein Sprung, den wir zuletzt im Herbst 2022 gesehen haben.

Wir verstehen, dass das viele von Ihnen verunsichert. Dennoch möchten wir Ihnen klar sagen: Jetzt in Panik zu verfallen und sofort große Mengen Heizöl zu kaufen, ist keine gute Idee.

Was gerade passiert – und warum

Der Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran hat den Öltransport in einer der wichtigsten Förderregionen der Welt stark gestört. Iranische Kräfte haben Tanker im Persischen Golf blockiert, was die weltweiten Öllieferungen einschränkt. Das treibt den Ölpreis nach oben – und damit auch die Heizölpreise bei uns.

Experten wie die Investmentbank Goldman Sachs und Bernstein haben ihre Preisprognosen bereits deutlich angehoben. Im schlimmsten Fall eines längeren Konflikts sind Ölpreise von 120 bis 150 Dollar je Barrel denkbar. Ob es so weit kommt, ist derzeit aber völlig offen.

Warum Panikkäufe die Lage verschlimmern

Genau das ist das Problem: Wenn jetzt alle gleichzeitig in großen Mengen Heizöl kaufen, entsteht eine künstliche Nachfrage, die den Preis noch weiter in die Höhe treibt. Die Lieferanten kommen nicht mehr hinterher, Lieferzeiten verlängern sich – und am Ende zahlen alle mehr, als nötig gewesen wäre. Die Panikkäufe sind oft selbst der Auslöser für die Engpässe, vor denen man sich schützen wollte.

Unsere Empfehlungen für Sie

– Behalten Sie den Füllstand im Blick. Wenn Ihr Tank noch zu mehr als 40 bis 50 Prozent gefüllt ist, besteht kein akuter Handlungsbedarf.

– Warten Sie ab, wenn möglich.  Krisenbedingte Preissprünge normalisieren sich häufig wieder, sobald sich die Lage politisch oder militärisch stabilisiert.

– Wenn Sie bestellen müssen: Tun Sie es in normaler Menge und vergleichen Sie Angebote. Keine überhasteten Großbestellungen.

– Informieren Sie sich bei seriösen Quellen. Tagesschau, ARD, ZDF oder Ihr Lieferant sind verlässlicher als Gerüchte in sozialen Medien.

– Überfüllen Sie den Tank nicht. Das birgt technische und rechtliche Risiken.

Die Grundversorgung in Deutschland ist gesichert

Deutschland bezieht Heizöl aus verschiedenen Quellen weltweit und verfügt über gut ausgebaute Lagerkapazitäten. Eine vollständige Versorgungsunterbrechung ist derzeit nicht zu erwarten. Die Preise sind hoch – aber Heizöl ist verfügbar.

Wir behalten die Lage für Sie im Blick

Als Ihre Hausverwaltung beobachten wir die Entwicklung genau und handeln für gemeinschaftlich betriebene Heizanlagen vorausschauend. Haben Sie Fragen oder sind Sie unsicher, wie Sie mit der aktuellen Situation umgehen sollen? Sprechen Sie uns einfach an – wir beraten Sie ehrlich und ohne Umschweife.

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